Ernährung und Bewegung gelten als Haupteinflussfaktoren auf das Körpergewicht. Darüber hinaus scheinen weitere Aspekte bedeutend zu sein: So essen Wenig-Schläfer offenbar mehr. Wohltemperierte Räume senken den Energieverbrauch. Übergewichtige Eltern haben meist übergewichtige Kinder. Und wer mit dem Rauchen aufhört, kann dicker werden. Zudem können Hormone und Medikamente überflüssige Pfunde verursachen.
Ausreichend Schlaf beugt Übergewicht vor
Verschiedene Studien der Mediziner zeigten die Auswirkungen von Schlafmangel auf das Körpergewicht von 5 bis 10 jährigen Kindern. Kinder, die nachts weniger als 10 Stunden schliefen, waren deutlich häufiger übergewichtig als Kinder, die mehr als 12 Stunden Schlaf pro Nacht hatten. Amerikanische Wissenschaftler machten den Schlaftest mit Erwachsenen. Während eine Personengruppe nur vier Stunden schlafen durfte, schlief eine andere acht Stunden und eine weitere zwölf. Das Ergebnis: Je weniger Schlaf die Testpersonen hatten, desto stärker war ihr Bedürfnis nach kalorienreichen Süßigkeiten.
Gleichgültig, ob wenig Schlaf nun zu überflüssigen Pfunden führt oder nicht, Schlafmediziner gehen davon aus, dass die meisten Erwachsenen täglich sieben Stunden Schlaf brauchen, um frisch und ausgeruht zu sein und gesund zu bleiben. Wenn Sie selbst die Erfahrung gemacht haben, dass Ihnen weniger oder auch mehr Schlaf nicht bekommt, sollten Sie versuchen, sich an dieser Schlafdauer zu orientieren.
Tipp für besseren Schlaf
Wenn Sie schlecht ein- und durchschlafen können, trinken Sie vor dem Schlafengehen eine Tasse Kakao, zubereitet mit fettarmer Milch oder eine Tasse fettarme Milch mit Honig. Milch enthält den Eiweißbaustein Tryptophan, der die Vorstufe des Serotonins ist. Serotonin scheint eine Rolle bei der Schlafregulation zu spielen und zeigte in verschiedenen Studien eine schlafbegünstigende Wirkung. Der Zucker im Kakaopulver sorgt dafür, dass Tryptophan vermehrt ins Gehirn gelangen kann und für die Herstellung von Serotonin zur Verfügung steht.
Kälte und Hitze verbrauchen Kalorien
In unserer zivilisierten Gesellschaft sind wir kaum noch Klimareizen ausgesetzt. Wir leben und arbeiten in wohltemperierten Räumen, die es nicht erforderlich machen, dass wir unsere Körpertemperatur regulieren. Wir frieren und schwitzen eher selten und verbrauchen deshalb keine Energie, um unsere Körpertemperatur im 37-Grad-Bereich zu halten. Wer sich also ständig in klimatisierten Räumen aufhält, vergibt eine Chance, ganz nebenbei Kalorien zu verbrennen. So bestätigten Versuche, dass Tiere, die sich in einem Temperaturbereich jenseits von 26 Grad Celsius aufhielten, verstärkt Energie verbrauchten und Gewicht verloren. Ein Zusammenhang zwischen Umgebungstemperatur und Kalorienverbrauch scheint also zu bestehen. Ihr Ziel sollte deshalb jedoch nicht sein, sich extremen Temperaturen aussetzen, um Gewicht zu verlieren.
Tipps zum Abnehmen: Spaziergänge bei jedem Wetter oder beispielsweise Saunabesuche können nicht nur Ihren Kalorienverbrauch ankurbeln, sondern auch Ihre Abwehrkräfte stärken.
Das Erbgut spielt eine Rolle für das Körpergewicht
Tatsächlich ist es so: Übergewichtige Mütter oder Väter geben über ihre Gene das Gewichtsrisiko an ihre Kinder weiter. So stellten Forscher fest, dass das Körpergewicht von Kindern, die in einer Adoptivfamilie aufwuchsen, nicht dem Gewicht der Adoptiveltern, sondern eher dem der leiblichen Eltern glich. Erbanlagen können also das Gewicht steuern. Das heißt aber nicht, dass Sie unweigerlich zunehmen, nur weil es in Ihrer Familie viele Übergewichtige gibt. Mit der richtigen Lebensweise können Sie verhindern, dass Ihr Gewicht ansteigt. Wenn Sie bewusst essen und sich im Alltag viel bewegen, haben Sie große Chancen, schlank zu bleiben.
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